Sattelstützen

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Sattelstützen, auch Sattelkerzen genannt, gab es in verschiedenen Längen, Durchmessern und Oberflächenveredelungen. Gewöhnliche Sattelstützen hatten zumeist eine Länge von 17-18 cm und einen Durchmesser von zumeist 24 mm. Es gab jedoch auch Ausführungen mit 22 und 25 mm Durchmesser. Sattelstützen wurden in der Regel verchromt, in den 1950er Jahren vereinzelt aber auch vernickelt oder verzinnt. Für Klappräder und als Zubehör gab es extra lange Sattelstützen. Für Rennräder der 1950er Jahre wurden auch Sattelstützen aus Aluminium produziert, die oben verschlossen (zusammengepresst) waren.

Zur Montage von Kindersätteln an Damenrädern wurden sogenannte Sattelverleger angeboten, die mit einer Schelle am Oberrohr des Rahmens verschraubt wurden und eine Positionierung des Kindersattels zwischen Lenkrad und Fahrer ermöglichten. Bei Herrenrädern war ein Sattelverleger nicht erforderlich, hier konnte der Kindersattel direkt auf dem Oberrohr angebracht werden.

Übersicht Sattelstützen-Durchmesser für Touren- und Sporträder

Fahrradhersteller/ -marke Durchmesser der Sattelstütze
Brandenburg 25 mm
Diamant 24 mm
IFA Touring 24 mm
Mifa 24 mm
Möve 25 mm
National 25 mm
Primus 25 mm
Simson 24 mm

Hersteller Sattelstützen

Unter anderem:

Hersteller Sattelverleger

Unter anderem:

  • Volkseigener Elektro-Maschinenbau, Berlin (belegt für 1955, 1956)
  • ARARA (belegt für 1957)
  • Möve (belegt für 1963, 1964, 1966, 1967, 1976)
  • Hermann Popp (belegt für 1963, 1964, 1966, 1967)
  • Gerhard Berger, Dresden (belegt für 1965 bis 1968)
  • VEB Fahrrad-Zubehör (belegt für 1976)
  • VEB Fahrzeug- und Jagdwaffenwerk Ernst Thälmann Suhl,, Werk 13 Benshausen (belegt für 1981)
  • VEB Traktorenwerk Schönebeck/VEB Traktoren- und Dieselmotorenwerk Schönebeck, Betrieb des VEB Kombinat Fortschritt (1970er/1980er Jahre)


Ausführungen Sattelstützen