Tipps zu Tretlagern / Getrieben: Unterschied zwischen den Versionen

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<span style="color:brown">Bei Fahrrädern der 1970er/80er Jahre mit weniger hochwertigen Keilen und ohne Rücktrittbremse kann es vorkommen, dass sich die Achse so weit in den Keil eingearbeitet und dort verkantet hat, dass ein Herausschlagen des Keils auch mit viel Kraft nicht möglich ist. In dem Fall bleibt nichts anderes übrig, als von einer Demontage abzusehen oder aber die Achse mitsamt der Tretkurbel mit einem Winkelschleifer zu durchtrennen, was aufgrund des festen Achsmaterials und der ungünstigen Platzverhältnisse herausfordernd werden kann.</span>
<span style="color:brown">Bei stark beanspruchten Fahrrädern mit minderwertigen Keilen kann es vorkommen, dass der Keil so stark deformiert wurde, dass ein Herausschlagen auch mit viel Kraft nicht möglich ist. In dem Fall bleibt nichts anderes übrig, als von einer Demontage abzusehen oder aber die Achse mitsamt der Tretkurbel mit einem Winkelschleifer zu durchtrennen, was aufgrund des festen Achsmaterials und der ungünstigen Platzverhältnisse herausfordernd werden kann.</span>


Zur Montage wird die Kurbel auf die Welle geschoben und der Keil so eingesteckt, dass dessen gewindelose Seite bei in Fahrtrichtung stehender Pedale nach oben zeigt. Bei nicht verschlissenen Achsnuten und Verwendung von intakten Keilen aus DDR-Produktion fluchten die Tretkurbeln dabei in einer Linie. Andernfalls müssen andere Keile ausprobiert oder die Achswelle erneuert werden. Ob darauffolgend der Keil fest eingeschlagen oder nur mit Fingerkraft eingedrückt und anschließend mittels der Mutter festgezogen wird, darüber gehen die Meinungen auseinander. In jedem Fall ist die Mutter nach einer Probefahrt mit festem Antritt und ggf. kräftiger Betätigung des Rücktritts noch einmal nachzuziehen.
Zur Montage wird die Kurbel auf die Welle geschoben und der Keil so eingesteckt, dass dessen gewindelose Seite bei in Fahrtrichtung stehender Pedale nach oben zeigt. Bei nicht verschlissenen Achsnuten und Verwendung von intakten Keilen aus DDR-Produktion fluchten die Tretkurbeln dabei in einer Linie. Andernfalls müssen andere Keile ausprobiert oder die Achswelle erneuert werden. Ob darauffolgend der Keil fest eingeschlagen oder nur mit Fingerkraft eingedrückt und anschließend mittels der Mutter festgezogen wird, darüber gehen die Meinungen auseinander. In jedem Fall ist die Mutter nach einer Probefahrt mit festem Antritt und ggf. kräftiger Betätigung des Rücktritts noch einmal nachzuziehen.

Version vom 4. April 2026, 12:42 Uhr

Glockengetriebe demontieren und warten

Ein Glockentretlager zu demontieren ist eine der aufwendigsten Arbeiten, die ein Fahrrad bieten kann. Das Risiko, schwer zu beschaffende Fahrradteile zu beschädigen, ist im Vergleich zu anderen Arbeiten sehr hoch, weshalb ein Glockengetriebe nur geöffnet werden sollte, wenn dies unbedingt nötig ist.
Hinreichende Gründe können dabei ein übermäßiges Spiel des Lagers oder eine hörbare Verunreinigung der Kugellager sein, wenn das Fahrrad beispielsweise viel in sandiger Umgebung gefahren wurde.
Wenn die Lager einfach nur "trocken", das heißt ungeschmiert sind, empfiehlt es sich zunächst sogenanntes Getriebefließfett mit einer Spritze samt Kanüle über den Öler des Lagers zuzuführen, sofern ein solcher vorhanden ist.
Bringt das keine Verbesserung oder ist wegen des Fehlens eines Ölers nicht möglich, so kann das Innenlager nach folgender Anleitung zerlegt werden. Anschließend werden alle Lagerteile gründlich mit Petroleum gereinigt, getrocknet und in umgekehrter Reihenfolge mit reichlich Fett (Vorratsschmierung) wieder eingebaut.




Glockengetriebe montieren




Keilgetriebe demontieren


Tretkurbeln mit Keilbefestigung demontieren

Das Demontieren von Tretkurbeln mit Keilbefestigung ist anders als beim Glockengetriebe relativ leicht zu bewerkstelligen. Um Schäden am Material vorzubeugen empfiehlt es sich aber, so sorgsam vorzugehen, wie es im folgenden beschrieben ist:


Bei stark beanspruchten Fahrrädern mit minderwertigen Keilen kann es vorkommen, dass der Keil so stark deformiert wurde, dass ein Herausschlagen auch mit viel Kraft nicht möglich ist. In dem Fall bleibt nichts anderes übrig, als von einer Demontage abzusehen oder aber die Achse mitsamt der Tretkurbel mit einem Winkelschleifer zu durchtrennen, was aufgrund des festen Achsmaterials und der ungünstigen Platzverhältnisse herausfordernd werden kann.

Zur Montage wird die Kurbel auf die Welle geschoben und der Keil so eingesteckt, dass dessen gewindelose Seite bei in Fahrtrichtung stehender Pedale nach oben zeigt. Bei nicht verschlissenen Achsnuten und Verwendung von intakten Keilen aus DDR-Produktion fluchten die Tretkurbeln dabei in einer Linie. Andernfalls müssen andere Keile ausprobiert oder die Achswelle erneuert werden. Ob darauffolgend der Keil fest eingeschlagen oder nur mit Fingerkraft eingedrückt und anschließend mittels der Mutter festgezogen wird, darüber gehen die Meinungen auseinander. In jedem Fall ist die Mutter nach einer Probefahrt mit festem Antritt und ggf. kräftiger Betätigung des Rücktritts noch einmal nachzuziehen.

Als Keile sollten am besten die Originalkeile wiederverwendet oder alte Keile aus den 1950er/60er Jahren mit Muttern der SW 12 oder 11 auch an Fahrrädern jüngeren Datums verwendet werden. Diese sind wesentlich haltbarer. Vermutlich waren sie aus härterem Material gefertigt. Geradezu unbrauchbar sind verzinkte Keile aus Nachwende-Produktion. Siehe dazu auch Hier.

Achtung: Keiltretlager-Fahrräder bis Baujahr 1973 haben Tretkurbeln mit einem schmaleren Fuß als spätere Ausführungen. Deshalb sind Tretkurbeln und Kettenblätter späterer Ausführung nicht mit älteren Achsen kompatibel.

BSA-Tretlager ausbauen und warten

Für den Ausbau eines BSA-Innenlagers müssen zunächst die Kurbeln demontiert werden, was in Punkt 3.1 beschrieben ist.




Thompson-Tretlager ausbauen und warten

Für den Ausbau eines Thompson-Innenlagers muss zunächst die linke Tretkurbel demontiert werden, was in Punkt 3.1 beschrieben ist.