FER Rücklichter: Unterschied zwischen den Versionen
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Ab Anfang der 1960er Jahre wurden alle in der DDR handelsüblichen Fahrräder mit Rücklichtern des Herstellers | Ab Anfang der 1960er Jahre wurden alle in der DDR handelsüblichen Fahrräder mit Rücklichtern des Herstellers VEB Fahrzeugelektrik Ruhla ausgestattet. Dieser produzierte zunächst, ohne wesentliche Änderungen, drei bisher von [[AUFA]] angebotene Rücklichter - ein Strebenrücklicht (Typ '''8507.101''') und zwei Modelle zur Montage auf dem Schutzblech (Typ '''8507.3''' und Typ '''8507.1/1'''). | ||
1961 wurden diese Rücklichter durch ein neues Modell mit der Bezeichnung '''8507.6''' ersetzt, das sich zum Standard-Rücklicht der 1960er Jahre entwickelte. Das Gehäuse wurde in den Varianten unlackiert, Silber-uni oder Silber-hammerschlag angeboten, doch bislang | 1961 wurden diese Rücklichter durch ein neues Modell mit der Bezeichnung '''8507.6''' ersetzt, das sich zum Standard-Rücklicht der 1960er Jahre entwickelte. Der Aufbau war einfacher als beim Vorgängertyp 8507.3, es kam zudem ohne separate Gummiunterlage aus. Allerdings hatte es den Nachteil, dass das Licht seitlich nicht sichtbar war. Jedoch war der oben angeordnete Kunststoffeinsatz für die Lampenfassung transparent, sodass der Fahrer während der Fahrt überprüfen konnte, ob das Rücklicht tatsächlich leuchtet. | ||
Zumeist ist das Rücklicht Typ mit innenliegendem Anschluss des [[Beleuchtungskabel]]s zu finden (Sicherung des Kabels durch die Glühlampe in dem roten Kunststoffeinsatz). Die Variante mit außenliegendem Anschluss (Sicherung des Kabels durch Rändelmutter) wurde offenbar parallel dazu produziert. Wegen der leichten Austauschbarkeit des Kunststoffeinsatzes ist die Feststellung einer baujahresabhängigen Systematik jedoch nicht zweifelsfrei möglich. Beim Rücklicht des Typs 8507.6 gab es intern noch weitere Differenzierungen bei der Bezeichnung, die sich vrmtl. nach der Farbgebung des Gehäuses und dem Anschluss des Kabels richtete. Da diese aber nur ungenau nachvollziehbar sind, soll sich hier auf die Angabe des Basistyps beschränkt werden. | |||
Das Gehäuse von Typ 8507.6 wurde in den Varianten unlackiert, Silber-uni oder Silber-hammerschlag angeboten, doch ist bislang unklar, ob alle Farbvarianten stets im gesamten Produktionszeitraum erhältlich waren. Die Streuscheibe bestand zunächst aus Glas, doch bereits ab Ende 1965 wurden auch Kunststoff-Streuscheibe verwendet. Offensichtlich gab es hier jedoch Überschneidungen, denn Glas-Streuscheiben sind noch vereinzelt bis in das Jahr 1967 belegt. Zumeist ist das Rücklicht Typ mit innenliegendem Anschluss des [[Beleuchtungskabel]]s zu finden (Sicherung des Kabels durch die Glühlampe in dem roten Kunststoffeinsatz). Die Variante mit außenliegendem Anschluss (Sicherung des Kabels durch Rändelmutter) wurde offenbar parallel dazu produziert. Wegen der leichten Austauschbarkeit des Kunststoffeinsatzes ist die Feststellung einer baujahresabhängigen Systematik jedoch nicht zweifelsfrei möglich. Beim Rücklicht des Typs 8507.6 gab es intern noch weitere Differenzierungen bei der Bezeichnung, die sich vrmtl. nach der Farbgebung des Gehäuses und dem Anschluss des Kabels richtete. Da diese aber nur ungenau nachvollziehbar sind, soll sich hier auf die Angabe des Basistyps beschränkt werden. | |||
In einem Produktionsprogramm von 1967 werden (ohne Bild) "Fahrrad-Schlußleuchten mit und ohne Rückstrahler" aufgeführt. Es scheint jedoch unklar, ob darunter tatsächlich Rücklichter ohne jede Art von Reflektor zu verstehen sind. Ein solches Fahrrad-Rücklicht ist für den Zeitraum um 1967 jedenfalls nicht bekannt. | In einem Produktionsprogramm von 1967 werden (ohne Bild) "Fahrrad-Schlußleuchten mit und ohne Rückstrahler" aufgeführt. Es scheint jedoch unklar, ob darunter tatsächlich Rücklichter ohne jede Art von Reflektor zu verstehen sind. Ein solches Fahrrad-Rücklicht ist für den Zeitraum um 1967 jedenfalls nicht bekannt. | ||
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Datei:DSC00884.JPG|<center><p style="background-color:#CCCCCC">'''Strebenrücklicht Typ 8507.1/1'''</p></center>'''Zeitraum:''' bis 1960<br>'''Verwendung:''' <br>'''Material:''' Stahl, Glas, Kunststoff<br>'''Farben/Varianten:''' Hammerschlaglack silber (im Bild), silber<br>'''Bemerkungen:''' baugleich mit [[AUFA Rücklichter|AUFA]]-Rücklicht, für 1960 mit ''FER''-Prägung und entsprechender Betriebsnummer auf Grundplatte belegt | Datei:DSC00884.JPG|<center><p style="background-color:#CCCCCC">'''Strebenrücklicht Typ 8507.1/1'''</p></center>'''Zeitraum:''' bis 1960<br>'''Verwendung:''' <br>'''Material:''' Stahl, Glas, Kunststoff (Gummiunterlage fehlt auf dem Bild)<br>'''Farben/Varianten:''' Hammerschlaglack silber (im Bild), silber<br>'''Bemerkungen:''' baugleich mit [[AUFA Rücklichter|AUFA]]-Rücklicht, für 1960 mit ''FER''-Prägung und entsprechender Betriebsnummer auf Grundplatte belegt | ||
Datei:FERStrebenrücklicht.jpg|<center><p style="background-color:#CCCCCC">'''Strebenrücklicht Typ 8507.101'''</p></center>'''Zeitraum:''' bis mind. 1967 <br>'''Verwendung:''' nach 1960 nur als Zubehörteil<br>'''Material:''' Stahl, Glas<br>'''Ø Lichtaustritt:''' 46 mm<br>'''Farben/Varianten:''' silber (im Bild), Hammerschlaglack silber<br>'''Bemerkungen:''' baugleich mit [[AUFA Rücklichter|AUFA]]-Strebenrücklicht, Halterung und Schrauben verzinkt | Datei:FERStrebenrücklicht.jpg|<center><p style="background-color:#CCCCCC">'''Strebenrücklicht Typ 8507.101'''</p></center>'''Zeitraum:''' bis mind. 1967 <br>'''Verwendung:''' nach 1960 nur als Zubehörteil, ab spätestens 1962 "nur noch aus Lagerbeständen des Deutschen Innen- und Außenhandels 'Transportmaschinen', Berlin“ lieferbar, ab spätestens 1965 nur noch für den Export<br>'''Material:''' Stahl, Glas<br>'''Ø Lichtaustritt:''' 46 mm<br>'''Farben/Varianten:''' silber (im Bild), Hammerschlaglack silber<br>'''Bemerkungen:''' baugleich mit [[AUFA Rücklichter|AUFA]]-Strebenrücklicht, Halterung und Schrauben verzinkt | ||
Datei:Rücklicht FER 59.JPG|<center><p style="background-color:#CCCCCC">'''Rücklicht Typ 8507.3'''</p></center>'''Zeitraum:''' 1959 bis 1961<br>'''Verwendung:''' Mifa, Möve<br>'''Material:''' Stahl, Kunststoff, Glas<br>'''Farben/Varianten:''' silber, hammerschlag-silber<br>'''Bemerkungen:''' baugleich mit [[AUFA Rücklichter|AUFA]]-Rücklicht, ''FER GERMANY'' in Rücklichtkappe eingegossen | Datei:Rücklicht FER 59.JPG|<center><p style="background-color:#CCCCCC">'''Rücklicht Typ 8507.3'''</p></center>'''Zeitraum:''' 1959 bis 1961<br>'''Verwendung:''' Mifa, Möve<br>'''Material:''' Stahl, Kunststoff, Glas<br>'''Farben/Varianten:''' silber, hammerschlag-silber<br>'''Bemerkungen:''' baugleich mit [[AUFA Rücklichter|AUFA]]-Rücklicht, ''FER GERMANY'' in Rücklichtkappe eingegossen | ||
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==[[Rücklichter|Rücklicht-Modelle]] mit Kunststoffgehäuse== | ==[[Rücklichter|Rücklicht-Modelle]] mit Kunststoffgehäuse== | ||
Ende der 1960er Jahre erfolgte eine Neuentwicklung des Rücklichts. | Ende der 1960er Jahre erfolgte mit Typ 8507.8 eine Neuentwicklung, wobei das Rücklicht nunmehr vollständig aus Plastmaterial gefertigt wurde. Das Manko der schlechten Sichtbarkeit des Rücklichts von der Seite her, wurde durch eine weit hervortretende Lichtaustrittsscheibe konsequent beseitigt. Doch dabei ergaben sich zwei neue Schwachpunkte: Einerseits erwies sich die fragile Halterung des an der Grundplatte verschraubten Lichtaustrittskörpers als bruchanfällig. Daher ist dieser Rücklichttyp oft nicht mehr an den seinerzeit damit ausgestatteten Fahrrädern vorhanden bzw. wurde durch ein neueres Modell ersetzt. Andererseits war die Verbindung des Lichtkabels zur Glühbirne relativ unpräzise. Dadurch rutschte das Lichtkabel wegen lockeren Sitzes schnell von der Lampenfassung wieder ab, oder aber es erzeugte einen Widerstand beim Einschrauben der Glühbirne, sodass diese mitunter nicht weit genug eingedreht wurde, um den Massekontakt zu erreichen. 1975 wurde mit dem Typ 8507.9 eine verbesserte Ausführung eingeführt, die den Vorteil eines seitlich erkennbaren Rücklichts mit einer soliden Bauweise verknüpfte. | ||
Eine nochmalige Verbesserung von Sicherheit und auch der Zuverlässigkeit trat ab 1980 mit dem Typ 8507.10 ein. Hier wurde die Erkennbarkeit des Lichts durch noch größere Austrittsfläche verbessert, und das Lichtkabel war an einer verschraubten Metallschiene zuverlässig fixiert. Somit wurde endlich eine funktionsgerechte Bauweise gefunden, wie sie auch in den 1990er Jahren und darüber hinaus üblich war. Werksseitig wurde Typ 8507.10 allerdings erst ab 1987 regelmäßig an DDR-Fahrrädern angebaut, zuvor handelte es sich offenbar vorwiegend um einen Exportartikel. | |||
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Aktuelle Version vom 3. Juni 2026, 19:14 Uhr
Im Jahr 1958 fusionierten die volkseigenen Betriebe AUFA und Elektrische Fahrzeugausrüstung Ruhla (EFR) zum VEB Fahrzeugelektrik Ruhla (FER). Bei der Fahrradbeleuchtung hatte dies zunächst keinen Einfluss auf die Produktion; alle Komponenten wurden unverändert weiterproduziert und auch der Name AUFA wurde noch bis etwa 1960 verwendet. Die Betriebsnummer wurde dagegen bereits angepasst, sodass aus dieser Übergangszeit auch Teile mit zunächst unstimmigen Kombinationen von Marke und Nummer bekannt sind. Danach jedoch wurden sämtliche Fahrradelektrikteile bis 1990 mit FER gekennzeichnet.
Eine detaillierte Aufstellung nachgewiesener Varianten von FER-Rücklichtern bietet die Übersicht über die FER-Rücklichttypen und ihre Varianten (PDF-Dokument).
Rücklicht-Modelle mit Metallgehäuse
Ab Anfang der 1960er Jahre wurden alle in der DDR handelsüblichen Fahrräder mit Rücklichtern des Herstellers VEB Fahrzeugelektrik Ruhla ausgestattet. Dieser produzierte zunächst, ohne wesentliche Änderungen, drei bisher von AUFA angebotene Rücklichter - ein Strebenrücklicht (Typ 8507.101) und zwei Modelle zur Montage auf dem Schutzblech (Typ 8507.3 und Typ 8507.1/1).
1961 wurden diese Rücklichter durch ein neues Modell mit der Bezeichnung 8507.6 ersetzt, das sich zum Standard-Rücklicht der 1960er Jahre entwickelte. Der Aufbau war einfacher als beim Vorgängertyp 8507.3, es kam zudem ohne separate Gummiunterlage aus. Allerdings hatte es den Nachteil, dass das Licht seitlich nicht sichtbar war. Jedoch war der oben angeordnete Kunststoffeinsatz für die Lampenfassung transparent, sodass der Fahrer während der Fahrt überprüfen konnte, ob das Rücklicht tatsächlich leuchtet.
Das Gehäuse von Typ 8507.6 wurde in den Varianten unlackiert, Silber-uni oder Silber-hammerschlag angeboten, doch ist bislang unklar, ob alle Farbvarianten stets im gesamten Produktionszeitraum erhältlich waren. Die Streuscheibe bestand zunächst aus Glas, doch bereits ab Ende 1965 wurden auch Kunststoff-Streuscheibe verwendet. Offensichtlich gab es hier jedoch Überschneidungen, denn Glas-Streuscheiben sind noch vereinzelt bis in das Jahr 1967 belegt. Zumeist ist das Rücklicht Typ mit innenliegendem Anschluss des Beleuchtungskabels zu finden (Sicherung des Kabels durch die Glühlampe in dem roten Kunststoffeinsatz). Die Variante mit außenliegendem Anschluss (Sicherung des Kabels durch Rändelmutter) wurde offenbar parallel dazu produziert. Wegen der leichten Austauschbarkeit des Kunststoffeinsatzes ist die Feststellung einer baujahresabhängigen Systematik jedoch nicht zweifelsfrei möglich. Beim Rücklicht des Typs 8507.6 gab es intern noch weitere Differenzierungen bei der Bezeichnung, die sich vrmtl. nach der Farbgebung des Gehäuses und dem Anschluss des Kabels richtete. Da diese aber nur ungenau nachvollziehbar sind, soll sich hier auf die Angabe des Basistyps beschränkt werden.
In einem Produktionsprogramm von 1967 werden (ohne Bild) "Fahrrad-Schlußleuchten mit und ohne Rückstrahler" aufgeführt. Es scheint jedoch unklar, ob darunter tatsächlich Rücklichter ohne jede Art von Reflektor zu verstehen sind. Ein solches Fahrrad-Rücklicht ist für den Zeitraum um 1967 jedenfalls nicht bekannt.
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Zeitraum: bis 1960Strebenrücklicht Typ 8507.1/1
Verwendung:
Material: Stahl, Glas, Kunststoff (Gummiunterlage fehlt auf dem Bild)
Farben/Varianten: Hammerschlaglack silber (im Bild), silber
Bemerkungen: baugleich mit AUFA-Rücklicht, für 1960 mit FER-Prägung und entsprechender Betriebsnummer auf Grundplatte belegt -
Zeitraum: bis mind. 1967Strebenrücklicht Typ 8507.101
Verwendung: nach 1960 nur als Zubehörteil, ab spätestens 1962 "nur noch aus Lagerbeständen des Deutschen Innen- und Außenhandels 'Transportmaschinen', Berlin“ lieferbar, ab spätestens 1965 nur noch für den Export
Material: Stahl, Glas
Ø Lichtaustritt: 46 mm
Farben/Varianten: silber (im Bild), Hammerschlaglack silber
Bemerkungen: baugleich mit AUFA-Strebenrücklicht, Halterung und Schrauben verzinkt -
Zeitraum: 1959 bis 1961Rücklicht Typ 8507.3
Verwendung: Mifa, Möve
Material: Stahl, Kunststoff, Glas
Farben/Varianten: silber, hammerschlag-silber
Bemerkungen: baugleich mit AUFA-Rücklicht, FER GERMANY in Rücklichtkappe eingegossen -
Zeitraum: 1961Rücklicht Typ 8507.6
Verwendung: alle Fahrradtypen
Material: Aluminium, Glas
Farben/Varianten: silber
Bemerkungen: Feineres Muster des Reflektors als bei späteren Exemplaren -
Zeitraum: 1961 bis 1967Rücklicht Typ 8507.6
Verwendung: alle Fahrradtypen
Material: Aluminium, Glas
Farben/Varianten: silber, Aluminium blank (im Bild), Hammerschlaglack silber
Bemerkungen: Mit innenliegender Klemmung des Beleuchtungskabels. -
Zeitraum: 1961 bis 1967Rücklicht Typ 8507.6
Verwendung: alle Fahrradtypen
Material: Aluminium, Glas
Farben/Varianten: silber (im Bild), Aluminium blank, Hammerschlaglack silber
Bemerkungen: Mit außenliegender Klemmung des Beleuchtungskabels -
Zeitraum: 1965 bis 1969Rücklicht Typ 8507.6
Verwendung: alle Fahrradtypen
Material: Aluminium, Kunststoff
Farben/Varianten: silber, Aluminium blank (im Bild)
Bemerkungen: Mit innenliegender Klemmung des Beleuchtungskabels. -
Zeitraum: 1965 bis 1969Rücklicht Typ 8507.6
Verwendung: alle Fahrradtypen
Material: Aluminium, Kunststoff
Farben/Varianten: silber (im Bild), Aluminium blank
Bemerkungen: Mit außenliegender Klemmung des Beleuchtungskabels. -
Verpackung Rücklicht Typ 8507.6
Rücklicht-Modelle mit Kunststoffgehäuse
Ende der 1960er Jahre erfolgte mit Typ 8507.8 eine Neuentwicklung, wobei das Rücklicht nunmehr vollständig aus Plastmaterial gefertigt wurde. Das Manko der schlechten Sichtbarkeit des Rücklichts von der Seite her, wurde durch eine weit hervortretende Lichtaustrittsscheibe konsequent beseitigt. Doch dabei ergaben sich zwei neue Schwachpunkte: Einerseits erwies sich die fragile Halterung des an der Grundplatte verschraubten Lichtaustrittskörpers als bruchanfällig. Daher ist dieser Rücklichttyp oft nicht mehr an den seinerzeit damit ausgestatteten Fahrrädern vorhanden bzw. wurde durch ein neueres Modell ersetzt. Andererseits war die Verbindung des Lichtkabels zur Glühbirne relativ unpräzise. Dadurch rutschte das Lichtkabel wegen lockeren Sitzes schnell von der Lampenfassung wieder ab, oder aber es erzeugte einen Widerstand beim Einschrauben der Glühbirne, sodass diese mitunter nicht weit genug eingedreht wurde, um den Massekontakt zu erreichen. 1975 wurde mit dem Typ 8507.9 eine verbesserte Ausführung eingeführt, die den Vorteil eines seitlich erkennbaren Rücklichts mit einer soliden Bauweise verknüpfte.
Eine nochmalige Verbesserung von Sicherheit und auch der Zuverlässigkeit trat ab 1980 mit dem Typ 8507.10 ein. Hier wurde die Erkennbarkeit des Lichts durch noch größere Austrittsfläche verbessert, und das Lichtkabel war an einer verschraubten Metallschiene zuverlässig fixiert. Somit wurde endlich eine funktionsgerechte Bauweise gefunden, wie sie auch in den 1990er Jahren und darüber hinaus üblich war. Werksseitig wurde Typ 8507.10 allerdings erst ab 1987 regelmäßig an DDR-Fahrrädern angebaut, zuvor handelte es sich offenbar vorwiegend um einen Exportartikel.
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Zeitraum: 1969 bis Ende 1975Rücklicht Typ 8507.8
Verwendung: alle Fahrradtypen
Material: Kunststoff
Farben/Varianten: weiß
Bemerkungen:bruchanfällige Halterung für die Lichtaustrittsscheibe -
Zeitraum: 1975 bis mind. II 1987Rücklicht Typ 8507.9
Verwendung: alle Fahrradtypen
Material: Kunststoff
Farben/Varianten: weiß
Bemerkungen: Nach 1983 vermutl. nur noch als Ersatzteil; Gehäuse durch Alterung oft vergilbt. -
Zeitraum: 1979 bis 1987Rücklicht Typ 8507.9
Verwendung: alle Fahrradtypen
Material: Kunststoff
Farben/Varianten: schwarz
Bemerkungen: Das schwarz ist oft bereits zu einem grau ausgeblichen (siehe Foto). -
Zeitraum: 1983 bis 19xxRücklicht Typ 8507.10
Verwendung: alle Fahrradtypen
Material: Kunststoff
Farben/Varianten: schwarz
Bemerkungen:Andere Grundplatte als nachstehende Ausführungen gleichen Typs. Bisher nur von Exporträdern bekannt. -
Zeitraum: 1980 bis 1990Rücklicht Typ 8507.10
Verwendung: alle Fahrradtypen
Material: Kunststoff
Farben/Varianten: schwarz (im Bild), weiß
Bemerkungen:Anfangs selten verbaut, ab Ende 1987 das Standard-Rücklicht für nahezu alle Fahrräder. -
Zeitraum: 1980 bis 1990Rücklicht Typ 8507.10
Verwendung: alle Fahrradtypen
Material: Kunststoff
Farben/Varianten: schwarz, weiß (im Bild)
Bemerkungen:selten verwendetes Modell
Batteriebetriebene Rücklichter
In einem zweisprachigen Prospekt (deutsch-englisch) von 1986 wird eine dynamolose Fahrrad-Lichtanlage vorgestellt: "Die Anlage besteht aus Scheinwerfer und Schlußleuchte. Beide Geräte haben eine eigene Stromversorgung durch je 2 Batterien R20. Die Halterungen der Geräte sind so entwickelt, daß Scheinwerfer sowie auch Schlußleuchte leicht abnehmbar sind. Dadurch kann der Scheinwerfer auch als Taschenlampe oder Campingleuchte und die Schlußleuchte als Warnsignal bei Unfallsituationen verwendet werden." Diese Lichtanlage war offenbar nur für den Export vorgesehen; darauf deutet der Hinweis, dass "[d]ie Schlußleuchte [...] dem britischen Standard BS 3648 [entspricht]."
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Zeitraum: um 1986Rücklicht Typ 8707.11
Verwendung: vrmtl. Zubehörteil
Material: Kunststoff
Ø Lichtaustritt: ?? mm
Farben/Varianten: vrmtl. weiß
Bemerkungen: Vrmtl. nur für Export. Mit Glühlampe 2,5V, 0,3A. Lichtstärke nach Entladezyklus bei Batteriespannung 1,8V: 0,5 cd.